02 De Kater Schlufi

De Kater Schlufi

De Kater Schlufi, nid grad de brävscht,
Hät welle-n-e Meisli fange;
Das hupft und turnet vo Zwyg zu Zwyg –
Gib acht – du chöntisch b’hange!

De Schlufi luret, de Schlufi schlycht,
Wie nu en Kater cha schlyche;
Mis Meisli pickt en Chäfer und denkt:
Jetz mues mi goppel dänn stryche!

Do hät’s weiss Gott no e Räupli gseh –
Das wär en Schleck für di Junge!
De Schlufi holt sachli us zum Satz,
Er hät ’s Wasser scho uf der Zunge.

Jetz – jetz! O jerum, – muess das dänn sy?
Es flüged Blätter und Zwygli –
De Schlufi, dä bürzlet ab em Baum,
Er liit uf em Schyterbygli.

Nei – hät er das Vögeli ächt verwütscht?
De Schlufi isch gar en wiffe!
Nei, ’s Meisli höcklet im höchschte-n-Ascht
Und hät em e Liedli pfiffe.

De Schlufi sitzt uf em Fenschtersims,
Als chönt er keis Wässerli trüebe;
Er spuelet und blinzlet in Sunnetag ie:
Ich ha jo bloss welle-n-üebe!