Gedichtdetail

Glück im Winkel

Seltsam, wie oft in Sommertagen
Ein Frohsein in die Seele quillt
Auch dem, der Lasten hat zu tragen,
Dem Armut karg die Schale füllt.

Die Sense sirrt, die Gräser sinken,
Unsichtbar summt der Immen Heer,
Vom Hang, wo helle Fenster blinken,
Kommt leises Singen zu mir her.

Das kleine Lied heisst Lebenstreue,
Im Singen wird es zur Gestalt –
Mir ist, als sei des Himmels Bläue
Für unser stilles Nest gemalt.

 

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