Waldmärchen
Viel liebe Wunder birgt der Wald,Doch keins, das mich so hold betört
Wie eines Vögleins Schlummerlied,
Dem nichts den Abendfrieden stört.
Schon ist ihm wie ein Traum entrückt
Der laute Tag mit Glück und Not,
Leis zittert um sein Laubversteck
Der Sonne letztes, blasses Rot.
Und reiner, süsser quillt der Sang,
Indes gemach das Gold zerrinnt;
Die kleine Seele lauscht verzückt
Dem Märchen, das sie selber spinnt.


