E Chüngeligschicht
Sit dass Sepp vier Chüngel hät,träumt’s au em Schangli z’Nacht im Bett,
er süfzt und grochset ohni End:
«Wie händ’s die schön, wo Chüngel händ!»
Er git nid lugg, er hät kei Rueh:
«Gäll Muetter, tuescht mer au vier zue –
e ganzes Dotzed, wenn’s cha sy,
und vilecht gar no eine dry!
Wie wett ich däne z’fresse gäh,
gnueg Milch und Bröckli, Chrut und Chlee,
halt was e so-n-e Häsli will, kei Müeh,
kei Arbet wär mer z’vill!»
Es stoht nid ganz e Wuche-n-a,
so hät de Schang sechs Chüngel gha.
Die Tierli sind recht drollig gsy,
und denn so gschyd und zahm deby!
Si händ eim us de Hände gfresse,
de Schangli hät schier d'Schuel vergesse,
er loht sich uf keim Spilplatz gseh
us Angscht, me chönt em d'Chüngel näh.
Das goht eso en Tage-r-acht,
dänn hät em d'Sach scho Bschwerde gmacht.
«Ach – so sechs Chüngel gänd eim z'tue –
me schleikt jo chum gnueg Fuetter zue!
Und dänn die Ornig i der Chischte –
all ander Tag söttscht usemischte!»
De Schangli hät's der Muetter gchlagt:
«Für was hä' mir denn au e Magd?
Ich glaube, däre macht's nid vill,
de Häse z'luege, wenn si will.
Ich ha's jo gern, si sind jo nett –
wenn ich's halt nur nid b'sorge sött!»
Der Muetter hät dä Vers nid gfalle,
si höret uf mit Kafimale.
«Aha – ischt d'Geduld scho z’End?
Gäll, d’Arbet chunt eim halt a d’Händ!
Du gischt en nette Purema –
du muesch denk hölzig Stiere ha
und Chüeh vo Blech und Ross vo Blei,
dänn muesch nid melche, bruchscht kei Heu.
So, tue nu recht studiere drüber – –
und d’Chüngel chunt de Sepp iez über.»


