Gedichtdetail

Idyll

Es dampft eine Wiese am Waldesrand,
Da kann man träumen allerhand.

Der Wetzstein surrt, die Sense singt,
Gedämpft von fern ein Jauchzer klingt.

Versteckt im Walde schläft die Nacht,
Die Wipfel glühn in Morgenpracht.

Das Märchen lehnt am Stamm in Ruh'
Und blickt erstaunt dem Mähder zu.

Der mäht durchs reife Gras sich Bahn
Und geht und fängt von vorne an.

Und plötzlich zwingt des Morgens Lust
Ihm einen Jauchzer aus der Brust.

Das Echo gibt den Schall zurück,
Und hoch im Blauen schwebt das Glück.

 

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