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Huggenberger und der Wald

Wald war für Alfred Huggenberger ein wunderbares Gut, das gepflegt und umsorgt werden musste. Es stellte damals Kapital dar: Wer Wald hatte, dem ging es gut. Holz war begehrt und im täglichen Gebrauch überall eingesetzt: Bauholz, Holzgeschirr für Tiere, Material für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Gerätschaften, Hausgerätschaften, Feuerholz, usw. Der Wald war für die Landwirte ein Zusatzeinkommen und Vermögen.

Im Walde

Im grünen Wald, da weil‘ ich gern,
Da fühl‘ ich mich zu Haus,
Der dunkle Wald versteht mein Herz
Und schilt mich nimmer aus.
Er singt mit mir, er weint mit mir,
tut Wunder ohne Zahl,
Ich hab‘ ihn treu erfunden
Viel tausendmal.

Wenn junge Liebe zu ihm kommt,
Wie wird der Wald so weit!
Er glaubt und hofft, er scherzt und raunt,
ist eitel gute Zeit.
Das Reh im Bruch, der Fink im Zweig,
Sie wissen alles schon!
Sie sagen keinem Lauscher
Ein Wort davon.

Heut ging ich still auf stimmelm Pfad,
Mir selbst ein Fremdling gar.
O tiefe Waldeseinsamkeit,
Dein Trost ist lind und wahr!
Der Wind, der mit den Wipfeln spricht,
Zieht leiser seine Bahn,
Der Schattenblume Wunder
Blickt stumm mich an.

Quelle: Gedenkausgabe 1967