Gastliches Einkehren
Huggenberger kehrte gerne in Restaurants in der nahen und weiten Umgebung ein. Im Alter war er wöchentlicher Gast an den Stammtischen diverser Restaurants in Frauenfeld, Gachnang und Umgebung. Bestimmt liess er das ehemalige Restaurant Sonne, das zu seiner Blütezeit weitherum bekannt war, nicht aus.
Huggenberger war nicht nur in seinen Grundfesten ein Bauer, sondern auch ein sehr lebenslustiger, humorvoller und weltoffener Mensch.
‚s letscht Möstli
Es goht en Ma de Dorfsteig uf,
Er luegt im Lauffe d’Erde-n-a;
De Stecke sait ems uverblüemt:
Schenier di nid, du muescht mi ha.
Er hinkt sis Wegs und tänkt deby:
Was iez no chunt, ist nüme vill;
En halbe G’storbne, d’Lüt händ recht,
was ist en Mäntsch, wo nüt meh will?
Er zellt sin Speuz und bstellt en Most
Im Wirtshuus bi der Chääsi zue.
Nid grad vom beste, häts en tunkt –
Hä nu, für so ein mues ers tue.
Er schickt si dri, das hät er glehrt;
Blos uf e Rüngli wird’s em schwer:
Vo mängem häst ebitzli g’ha,
Nu das nid, wo der zuecho wär.
Zur Liebi z’spot, zum Erbe z’frueh,
‘s Rychwerde hani nid erblickt;
S’ wird uf der Welt nie anderst cho,
Ein scharret, und der ander bickt …
Dä Ma schloft y am schmale Tisch;
Am Sunntig händs en z’Chile trait.
Er ist en guete Tüüfel g’sy,
Händ d’Lüt bim zweite Schoppe gsait.
Nu ein hät gmeint: Säb stimmt denn nid,
Me muess z’erst alles wüsse, hee:
‘s letscht Möstli hät er nüme zallt.
Das Wort hät dänn der Usschlag g’gäh.
Quelle: „Gedenkausgabe“, 1967